Tag 7 – Bar

Eigentlich gibt es heute nicht viel zu berichten. Wir sind mit dem Bus von Kotor nach Bar Gefahren.

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Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht haben wir uns heute Morgen mit dem Bus um 11:40 Uhr von Kotor nach Bar aufgemacht.
Der Bus war ein altbewährter, robuster Mercedes Omnibus, Baujahr vermutlich irgendwann in den 70er Jahren, welcher in seinem ersten leben den Beschriftungen nach zu deuten mal in Frankreich unterwegs war. Für die Strecke von 80km hat der Bus gute 2,5h gebraucht. Die Verkehrsinfrastruktur ist hier im allgemeinen nicht die allerbeste. Über Strassen vom Ausbau her nicht viel breiter als eine gut ausgebaute deutsche Landstraße drücken sich hunderte von Fahrzeugen entlang des schmalen Küstenstreifens, oft staut es auch ohne ersichtlichen Grund.
Der Flughafen Hahn ist gegen den Flughafen in Tivat gigantisch groß.
Während der Fahrt kann man unzählige Baustellen von Ferienanlagen bewundern, die Komplexe sprießen hier wie die Pilze aus dem Boden.

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Wenn diese einmal fertig gestellt sind wird es wahrscheinlich noch enger auf montenegros Strassen.
Montenegro: Was ist das für ein Land?
Da es heute nicht wirklich viel zu berichten gibt, habe ich mir gedacht das ich einfach ein wenig über das Land an sich schreibe, denn ich denke die wenigsten wissen wirklich viel darüber.
Das Land Montenegro hat eine Fläche von 13.812 Km^2 und ist somit rund 6.000 Km^2 kleiner als Rheinland- Pfalz.
Hier leben 625.266 Menschen.
Montenegro ist erst seit dem 3. Juni 2006 unabhängig von Serbien, früher Bildeten die beiden Länder den Staat Serbien- Montenegro.
Was die wenigsten wissen ist die Tatsache, das hier seit 1999 die D- Mark als offizielles Währungsmittel eingesetzt wurde. Im Zuge der Euroumstellung wurde dieser mit übernommen, obwohl Montenegro kein Mitglied der EWU ist. Deshalb darf das Land auch keine eigenen Münzen und Scheine herausgeben. Somit ist Montenegro das einzige Land auf dem Balkan, in welchem wir auf unserer Tour kein Geld wechseln müssen.
Hauptwirtschaftszweig ist unübersehbar der Tourismus an der Adriaküste. Hier wird derzeit einiges investiert, siehe das Bild oben.
Aber man findet auch viele Bauruinen, welche begonnen, aber nie vollendet wurden und nun zum Verkauf stehen. Ob dies noch die Nachwirkungen der Finanzkrise sind? Ich weiß es nicht.
Das Land hat auf jeden fall Touristisch seine Reize und kann mit alten Stadtkernen an der Küste, ähnlich wie in Dubrovnik ebenso aufwarten wie mit bizarren Felslandschaften zum Wandern und Stränden zum Baden. Bis dies alles jedoch für den Massentourismus erschlossen ist, bleibt Montenegro der Geheimtipp für jeden der gerne einmal jenseits der ausgetretenen Pfade reisen möchte und sich von kleinen Unannehmlichkeiten nicht abschrecken lässt.
Das Land ist derzeit Beitrittskandidat zur EU was man unter anderem auch an der EU- freundlichen Einreisepolitik merkt. Mit dem Personalausweis kann hier für einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen ohne Visum oder Reisepass eingereist werden.

Morgen werden wir gegen 9 Uhr mit der Bahn weiter nach Belgrad in Serbien fahren.

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