Tag 2 Amsterdam- Antwerpen- Paris

Nach einer ruhigen Nacht im Shelter City Hostel zusammen mit 2 Zimmergenossen aus Brasilien kehrten wir Amsterdam gegen 8:45 Uhr den Rücken. Mit dem IC ging es zunächst nach Antwerpen und von dort an dann weiter über Lille nach Paris Nord.

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Wer in Antwerpen Centraal den Zug verlässt wir bereits nach kurzer Zeit mit der imposant monumentalen Architektur des Bahnhofsgebäudes konfrontiert. Der 1905 eröffnete Schienenknoten der belgischen Hafenstadt versetzt einen für einen kurzen Moment in die Zeit als die Loks noch dampften und eine Fernreise nur den reichen vorbehalten war. Die insgesamt 24 Bahnsteige verteilen sich auf drei ebenen und lassen für mein Empfinden unseren Hauptstadtbahnhof „alt“ aussehen. Leider verblasst dieser Schein nach dem Verlassen der Empfangshalle wieder. In der haupten Einkaufsstrasse reihen sich prunkvoll gestaltete Häuser aus etwa der selben Epoche wie der Bahnhof an weniger gut erhaltene, dringend renovierungsbedürftige Bauten.
Die Kathedrale von Antwerpen ist auf jeden Fall einen Besuch Wert. Schon von weitem fallen einem die aufwendig verzierten Türme auf. Der Eintritt in das Hauptschiff kostet leider Geld. Sparfüchse können jedoch trotzdem im Gebetsbereich einen Blick von ganz hinten auf den Altarbereich umsonst ergattern und eine Kerze entzünden.
Nach knappen 2 Stunden Aufenthalt in der belgischen Hafenmetropole ging es dann mit dem IC weiter nach Lille. Wer in Belgien mit der Bahn reist sollte sich nicht zu sehr auf den Online- Fahrplan verlassen, auch wenn dieser auf einem zuverlässigen deutschen Hafas System basiert ist dieser bei weitem nicht so gepflegt wie der der Deutschen Bahn und so kann es schon mal vorkommen,dass wie bei uns ein Zug der eigentlich durchfahren sollte plötzlich endet und man noch einmal umsteigen muss.
Ab Lille ging es dann mit dem TGV die letzten 200 Km bis nach Paris weiter, diese waren auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke ohne Zwischenstopp in etwas mehr als einer Stunde abgespult.
Angekommen in Paris Nord haben wir uns zuerst einmal ein Schließfach für unsere Rucksäcke gemietet und die Innenstadt mit Metro und Per Pedes erkundet.
Die Sehenswürdigkeiten wollen wir uns dann morgen noch einmal in Ruhe anschauen.

Fazit: Wer die gleiche Tour wie wir vorhat sollte auf jeden Fall einen Zwischenstopp in Antwerpen einlegen. Was den TGV betrifft so würde ich den deutschen ICE auf jeden fall vorziehen auch wenn dieser eigentlich den schlechteren Ruf genießt.

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