Walimex 8mm 3.5 Fisheye

Das Walimex 8mm Fisheye gehört mit seinen 350€ zu den günstigsten Fisheye- Optiken im Sortiment. Vergleichbare Optiken der bekannten Markenhersteller kosten meist mehr als das doppelte und doch beweist das Walimex eindrucksvoll das günstig nicht automatisch schlecht bedeuten muss!DSC_1587

Ursprünglich stammt das Objektiv vom Südkoreanischen Hersteller Samyang Optics. Im Internet wird die Optik jedoch unter diversen Namen verkauft: Walimex, Tonika, Falkon, Vivitar, Practicar, u.a. und ist für verschiedene Kameraanschlüsse erhältlich. Ich verwende die Version mit Nikon F- Bajonett. Die Eigenschaften sind bei allen Handelsnamen gleich: 8mm Brennweite und eine Maximale Blendenöffnung vom f/3.5. Die kleinste Blende liegt bei f/22. Kleiner Wermutstropfen: bei Offenblende treten recht schnell unschöne Chromatische Aberrationen auf, ab Blende f/8 lässt sich dieser Effekt jedoch auf ein akzeptables minimum reduzieren.
Mein Objektiv ist bereits eines der neuen Generation mit integriertem AE- Chip zur Übertragung der Objektivinformationen zur Kamera. So lässt sich das Objektiv auch im P- oder A- Modus der Kamera betreiben und die Blende muss nicht manuell am vorhandenen Blendenring eingestellt werden, im Gegenteil, dieser muss fest auf Blende 22 eingestellt sein, damit die Kamera die Blendeneinstellung übernehmen kann. Beim Vorgänger ist das nicht der Fall, hier werden aufgrund des fehlenden AE- Chips keine Informationen an die Kamera übertragen und das Objektiv kann nur im manuellen Modus mit Blendenring benutzt werden.
Was die Kamera ebenfalls nicht übernehmen kann ist das Scharfstellen, hier muss man mangels integriertem AF- Motor selbst Hand anlegen was sich am Anfang als gewöhnungsbedürftig entpuppt, da die Fokusierhilfe (der kleine gelbe Punkt links unten im Sucher der D5200) hier nicht immer Funktioniert. Aber die große Tiefenschärfe auch bei großer Blende verzeiht auch kleinere Patzer beim Fokussieren am ansonsten leichtgängig und fein gehenden Fokusring großzügig, sodass unschärfen nicht so schnell ins Auge springen.DSC_1570
Der Blickwinkel beträgt 180 Grad, allerdings steht dieser nur in der Diagonalen zur Verfügung und nicht wie bei einem Circular Fisheye auch in der Horizontalen/ Vertikalen.
Ob es wirklich genau 180° sind habe ich noch nicht nachgemessen. Auf dem Bild in der Schutzhütte „Rheinblick“ kann man aber auf jeden Fall die Verzerrungen zu den Ecken der Bilder deutlich erkennen.DSC_1518Daher ist es wichtig bei Landschaftsaufnahmen den Horizont möglich Waagerecht und markante Senkrechte Objekte möglichst senkrecht in der Mitte des Bildausschnitts zu platzieren damit der Krümmungseffekt bei Panoramen nicht so sehr ins Auge springt.Moselschleife bei Dell

Fazit:
Mit dem Walimex pro 8mm/3.5 Fisheye bekommt man viel Fotospass für wenig Geld. Das Objektiv macht einen solide verarbeiteten Eindruck und wirkt keineswegs „billig“ lediglich der Objektivdeckel ist etwas klapprig. Die Übertragung der Objektivdaten über den integrierten AE- Chip funktioniert mit meiner Nikon D5200 problemlos, es können auf Wunsch auch Automatikprogramme verwendet werden. Auch wenn das Fokussieren am Anfang etwas schwer Fällt und vielleicht nicht sofort klappt, so bekommt man doch recht schnell ein Gespür für die richtige Einstellung und der fehlende Autofokus ist verschmerzbar. DSC_1636

 

 

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