Die Lochblende – Fotografieren wie Aristoteles

Das Prinzip ist einfach:
durch ein ca. 0,2mm großes Loch in einem Bajonettadaper fällt das Licht auf den Kamersensor. So lassen sich ganz ohne Linsen und Spiegel beeindruckende Bilder machen.
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Bekannt ist das Prinzip der Lochkamera, bzw. Camera Obscura bereits seit Aristoteles. Der findige Grieche erwähnte bereits im 4. Jahrhundert vor Christus in einer Schrift die Erstellung eines auf dem Kopf stehenden Bildes, wenn Licht durch ein kleines Loch fällt.
Der große Durchbruch gelang der Kamera Obscura dann im 13. Jahrhundert. Astronomen bauten sich Geräte zur beobachtung von Sonnenflecken und Sonnenfinsternissen, mit denen Sie nicht mehr direkt in die Sonne schauen mussten.
Leonardo Da Vinci untersuche das Prinzip später genauer und stellte fest das es beim Strahlengang parallelen zum menschlischen Auge gibt.
Ab dem 16. Jahrhundert entdeckten auch Künstler das Gerät für sich: Motive konnten durch eine Mattascheibe einfach abgepaust werden.

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Der Nachteil der Lochfotografie sind die extrem langen Belichtungszeiten. Die beiden Fische wurden bei ISO 100 3 Sekunden lang belichtet. Aus der Hand sind solche Aufnahmen nicht mehr möglich. Hier ist der Infrarot Fernauslöser nützlich. Ich habe mir das günstigere Model von Amazon Basics gekauft, welches sich auch schon bei Rhein in Flammen in Rhens bewährt hat.
Die Bilder zeichnen sich durch eine leichte Unschärfe bei nahezu unendlicher Schärfentiefe aus.

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